Europa Union Deutschland

Kreisverband Steinfurt e.V.

Geschäftsstelle
Tecklenburger Str. 10
48565 Steinfurt

 

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Aktuelles/Termine

„Aufwachen! #EuropaMachen“

Mittwoch |18.09.2019 | 19.30 Uhr

Cinetech | Rheine

Surenburgstraße 76

48429 Rheine

 

 

Das Ende des

Arabischen Traums

Dietmar Ossenberg

Mittwoch | 25.09.2019 ||19 Uhr

Bistro Gempt-Halle

Gemptplatz 1

49525 Lengerich

 

 

 

 

„Aufwachen! #Europa Machen“

Heinz Schulte vom Metropoli (Kino für kleine Leute) hat aus über 30 Stunden Bildmaterial einen Film mit 60 Minuten Länge zusammengeschnitten.

 

So werden aus 4 Wochen Projektdauer Aufwachen# Europa Machen eine einstündige Kurzfassung des bunten Reigens des gemeinsamen Erlebens von Europa in all seinen Facetten.

 

Viele waren dabei und es wurden immer mehr Aktionen im Laufe der Zeit: Chöre aus Rheine und Borne, die Kirchengemeinden, die Stadt Rheine als Schirmherrin, Stadtwerke, Emsgalerei, Parteien, Vereine, andere Organisationen wie pulseofeurope ebenso wie Einzelpersonen und und und – alle wollten einfach dabei und mittendrin sein. Sie alle waren angesteckt von der Begeisterung für Europa!

 

Nehmen Sie etwas von diesem Spirit mit und sehen Sie sich den dazu entstandenen Film (noch) einmal an.

 

Premiere ist am 18. September um 19:30 Uhr im Cinetech in Rheine

Das Ende des Arabischen Traums Dietmar Ossenberg Mittwoch | 25.09.2019 ||19 Uhr | Bistro Gempt-Halle

WIR WÄHLEN EUROPA!

Wir wählen Europa – Damit Europa demokratisch bleibt

Am 26. Mai 2019 werden die Bürgerinnen und Bürger der EU-Mitgliedsstaaten mit der Wahl zum Europäischen Parlament wichtige Grundsatzentscheidungen für die Zukunft der Europäischen Union und eines zusammenwachsenden Europas treffen. Dabei wird es insbesondere darauf ankommen, ob populistische, antidemokratische und nationalistische Parteien eine Mehrheit erringen oder ob demokratische und pro-europäische Parteien weiterhin eine Mehrheit im Europäischen Parlament darstellen und im gemeinsamen politischen Diskurs die Europäische Union nachhaltig weiterentwickeln können.

 

Wir wählen Europa – Damit Europa ein Garant für Frieden bleibt

Die Europäische Union ist eine Erfolgsgeschichte! Sie hat seit Beginn der 50er Jahre den Menschen, die in ihr beheimatet sind, Rahmenbedingungen für ein friedliches Zusammenleben und partnerschaftlichen Austausch geschaffen. Hierauf können auch künftige Generationen nachhaltig aufbauen und den Frieden in Europa dauerhaft sichern.

 

Wir wählen Europa – Damit Europa ein Garant für Wohlstand bleibt

Der Europäische Binnenmarkt hat für die Wirtschaft und den Handel Möglichkeiten geschaffen, die zu stetigem Wachstum und Wohlstand beigetragen haben. Wichtig dabei sind auch heute noch offene Grenzen! Nur mit offenen Grenzen für Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitnehmer und notwendige Weiterentwicklungen im digitalen aber auch sozialen Bereich, kann der Binnenmarkt weiterhin zu Wohlstand beitragen. 

 

Wir wählen Europa – Damit Europa ein sicherer Ort zum Leben bleibt

Nur eine Weiterentwicklung der Europäischen Union kann zu mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger in den Mitgliedsstaaten beitragen. Dazu braucht es einerseits einer europäischen Verteidigungspolitik verbunden mit einer Europäischen Armee und andererseits einer gemeinsamen Innen- und Justizpolitik einhergehend mit einem effektiven Schutz der Außengrenzen der EU, um internationales organisiertes Verbrechen und Terrorismus effektiv bekämpfen zu können.

 

 

Wir wählen Europa – Damit Europa ein Ort der Vielfalt von Kulturen bleibt

Europa wird geprägt durch die Vielfalt seiner Kulturen, die allerdings gemeinsame Werte kennen und damit die Basis für eine Europäische Gesellschaft bilden. Das Miteinander der unterschiedlichsten Kulturen in Europa ist geprägt durch gegenseitige Toleranz und Respekt vor dem Anderssein! Ein europäisches Bewusstsein kann nur dann nachhaltig entstehen, wenn diese Errungenschaften erhalten bleiben.

 

Wir wählen Europa – Damit die Jugend eine Zukunft hat

Das Zusammenwachsen Europas ist ein generationenübergreifendes Anliegen. Dabei kommt es mehr denn je auf die junge Generation an, die mittels guter Bildung und fairer Chancen auf einem europäischen Arbeitsmarkt dafür garantieren, dass Europa nicht in die Hände von Nationalisten und Extremisten fällt. Ein geeintes Europa hat nur dann eine Chance auf nachhaltigen Bestand, wenn künftige Generationen einen Mehrwert im Bereich der Bildung verspüren und Europa ihnen dauerhaft freie Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

 

Wir wählen Europa! Gehen auch Sie zur Wahl am 26. Mai 2019 und wählen Sie eine demokratische und pro-europäische Partei! Damit Europa und wir eine Zukunft haben!

 

 

 

Singendes und klingendes Europa Gospel, Glocken und ein Gottesdienst für Europa

„Sing with Spirit“ heißt ein junger Soul & Gospelchor aus der niederländischen Stadt Borne, der am Samstag, 11.05.2019, 15 Uhr, in der Emsgalerie begeistern wird. Der junge Chor besteht aus 20 stimmgewaltigen Mitgliedern mit wahren „Gospel-Feeling“, die begleitet werden von einer eigenen Band. Das einstündige Programm umfasst Lieder von Phil Collins, Stevie Wonder, dem Oslo Gospel Choir und vielen mehr. Zu hören werden natürlich die weltbekannten Stücke sein „O happy day“ und „Amen“. Unter Leitung von Dirigentin Elise Hesseling will der Chor mit einem hohen Qualitätsanspruch die Menschen für sich gewinnen. Das Konzert ist Teil des Programms „Aufwachen! #EuropaMachen“ und will die Besucher auf die kulturelle Vielfalt in Europa hinweisen.

 

Mit dem gleichen Anspruch musizieren vor- und nachmittags in der Fußgängerzone „The Irish Quarter“, die sich ebenfalls ganz in den Dienst Europas stellen. Die aus Rheine stammende Gruppe spielt traditionelle irische Musik, darunter viele Songs und Stücke, die man auch auf den Platten der Dubliners findet. Von 10.30 bis 12 Uhr und von 13.30 – 15 Uhr sind sie als Straßenmusiker auf der Emsstraße zu erleben.

 

Um 12 Uhr erklingen dann die Kirchenglocken für den Frieden in Europa und laden zugleich um 12.15 Uhr zum Ökumenischen Gottesdienst in die St. Dionysius-Kirche ein. Pfarrer Thomas Lemanski und Pfarrerin Claudia Raneberg gestalten diesen Gottesdienst für den Frieden in Europa. 74 Jahre Frieden in Europa sind nicht selbstverständlich. Ein Dank dafür und eine Bitte für den Erhalt dieser nun längsten Friedensperiode in Europa kann jeder der will in der Dionysiuskirche aussprechen.

 

Am Samstag ab 21 Uhr, heißt es dann: Europa feiern! In zehn Lokalen der Innenstadt werden zehn Musikgruppen ihre Fans  einheizen und zur Europawahl aufrufen.

Die Geschichte eines vereinten Europas und die Wahl Vortrag bei Kaffee und Kuchen im Kaffeehaus

Die Reihe der Vorträge und Beiträge, der Darbietungen und Diskussionen zur Europa-Wahl unter dem Titel „Programm: Aufwachen! EuropaMachen“ ist ebenso lang wie die Liste der Skeptiker in den europäischen Mitgliedstaaten. Denn das traditionelle Parteiensystem erodiert überall, selbst in Deutschland, wo das Streben nach einem „vereinten Europa“ sogar Verfassungsrang genießt, wird eine vertiefte Integration der Länder immer leiser, sodass der diesjährigen Europa-Wahl eine einzigartige Bedeutung zukommt. Gibt es auch weiterhin ein vereintes Europa? Gab es überhaupt je ein vereinigtes Europa?

Diese Fragen versucht eine Diskussion am Montag, den 13. Mai um 15 Uhr, zu klären, Ort ist das Kaffeehaus neben der Bönekerskapelle. Den Impuls zur Diskussion gibt Dr. Ingmar Winter mit einem Überblick über die Geschichte der Einigung Europas. „Tun wir nicht so, als sei unser jetziges Vereintes Europa eine aktuelle Errungenschaft“, meint Winter zu Beginn seiner Ausführungen, und nennt die historischen Phasen europäischer Integration. Über den Mythos „Europa“ beschreibt er den Werdegang über fünf Stationen, über das Römerreich und Karl dem Großen zur Reunion des 16. Jahrhunderts, von Napoleon bis in unsere Gegenwart.

Nach diesem Überblick soll eine Diskussion stattfinden, die die Notwendigkeiten und Alternativen, Sorgen und Sehnsüchte eines weiteren Vereinten Europas erörtert.

 

Informativ und gemütlich soll es in einer lockeren Runde werden. Für Kaffee und Kuchen wird daher ein Eintrittspreis von 5,50 € erhoben.

Foto: Dr. Ingmar Winter

Kammerorchester eröffnet Europawochen                        „Aufwachen! #EuropaMachen“ startet in der Emsgalerie

Am  Samstag (04.05.2019), 10:30 Uhr,  startet das von der Europa-Union des Kreises initiierte Projekt „Aufwachen! #EuropaMachen“ mit einem Konzert des Kammerorchesters Rheine in der Emsgalerie. Anschließend werden Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann als Schirmherr gemeinsam mit der Vorsitzenden der Europa-Union Steinfurt, Dr. Angelika Kordfelder das Projekt offiziell eröffnen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

 

 

Kostenfrei unterstützt das Kammerorchester wie viele andere Gruppen die bis zum 26. Mai andauernden Europawochen in Rheine, deren Veranstaltungen auf die Bedeutung der Europawahl hinweisen und zur Teilnahme an der Wahl motivieren wollen. „Gemeinsame Werte – gemeinsame Zukunft“ lautet denn auch das Leitmotiv der Veranstaltungsreihe, die mit dem Konzert beginnt.

 

Das Kammerorchester Rheine spielt darin Melodien aus bekannten Musicals unter der Leitung von Raija-Liisa von der Ehe. Das Kammerorchester besteht als Streichorchester seit 2012. Derzeit besteht es aus 16 Musiker/innen aller Altersstufen. Zum Repertoire des Orchesters zählen Werke aus Barock, Romantik, Klassik bis hin zur Moderne. Am morgigen Samstag bietet es in der Emsgalerie ein Kurzprogramm, das den Wocheneinkauf noch angenehmer gestalten lässt.

 

Nach dem Konzert und der offiziellen Eröffnung stellt der „Blauschäfer“ Rainer Bonk seine schon europaweit bekannte Herde aus Blauschafen vor, die in den kommenden Wochen durch die Rheiner Innenstadt wandern werden. Egal ob als Kunstprojekt oder als außergewöhnlicher Hingucker auf Landesgartenschauen und in den Hauptstädten Europas erobern die sympathischen Blauschafte jedes Herz und stehen symbolisch für eine tolerante Geisteshaltung. In den kommenden Tagen „grast“ die Herde zunächst in der Emsgalerie und wandert in den Wochen danach durch die Geschäfte der ISG Emstor und der Thie-Kulturgemeinschaft.

 

Am Ende der Feierstunde bietet die Musikschule Rheine gegen 12 Uhr einen ganz besonderen und bislang in Rheine einmaligen musikalischen Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Organisatoren sind sich sicher: Die Überraschung wird gelingen!

 

 

Der Künstler Rainer Bonk präsentiert während der Eröffnung der Europawochen seine Herde blauer Schafe, die unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlamentes stehen. 

Eröffnung der Europa-Woche                                                                    04.Mai 2019|11 Uhr | emsgalerie Rheine

 

 

Den nachfolgenden Programm-Flyer senden wir Ihnen bei Interesse auch gerne zu.

 

 

Programm vom 04. bis 26.05.2019

 

 

 

 

 

Blaue Friedensschafe bald in Rheine                                             Blauschäfer Rainer Bonk stellte Projektidee vor

Foto: Karl Schomburg

Der Künstler Rainer Bonk (l.) stellte gestern eines seiner Friedensschafe dem stellvertretenden EDU-Vorsitzenden Bernd Weber vor.

 

Rheine. Die unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments in Straßburg stehende „Blaue Friedensherde“ des Künstlers Rainer Bonk „grast“ bald auch in Rheine. Im Rahmen des Projektes „Aufwachen! # EuropaMachen“ werden die 35 blauen Schafe an verschiedenen Stellen in der Innenstadt zu sehen sein. Ihre Botschaft lautet: „Alle sind gleich – jeder ist wichtig!“

 

Die Europa-Union Steinfurt lädt gemeinsam mit der IG Stadtgeflüster vom 4. bis zum 26. Mai 2019 Bürger und Besucher der Stadt ein, sich für eine europäische Wertegemeinschaft einzusetzen. Unter der mit Europafähnchen überspannten Fußgängerzone werden in den drei Wochen zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, die auf die Europawahl am 26. Mai 2019 hinweisen. Im Kern geht es darum, das bei dieser bedeutenden Wahl möglichst viele Menschen zur Wahl gehen und pro-europäisch wählen. „Alle haben nur eine Stimme, aber jede davon ist wichtig!“, so knüpfte Bernd Weber von der Europa-Union Steinfurt die Verbindung zu dem von Rainer Bonk entwickelten Kunstprojekt.

 

Dieser entwickelte das Kunstprojekt vor nun schon fast 20 Jahren. In dieser Zeit verbreiteten die blauen Friedensschafe auf einer europaweiten Ausstellungstour ihre Botschaft schon in Brüssel, Straßburg, Venedig, Berlin, Köln und nahezu 180 weiteren Städten. Bei all diesen künstlerischen Aktivitäten lagen dem Künstler Rainer Bonk die gesellschaftlichen Werte am Herzen. Insbesondere das soziale, tolerante Denken und Handeln sowie die soziale Verantwortung waren es, die ihn immer wieder antrieben. Zudem möchte er mit seinen blauen Schafen die in der Stadt steckende Kreativität und schöpferische Gestaltungskraft wecken, um seine Botschaft zu vertiefen.  Das unübersehbare, leuchtende Blau der Herde fesselt immer wieder den Blick des Betrachters und lässt ihn bei genauerem Hinsehen erst erkennen, dass es sich bei den einzelnen Herdenmitgliedern immer um ein und die gleiche Figur handelt, nur in unterschiedlicher Positionierung. Diese Erkenntnis, verknüpft mit der Symbolik der Herde für ein menschliches Miteinander, wird dann zur zentralen Botschaft des Kunstprojektes, so Rainer Bonk. Am Samstag, 4. Mai 2019, sind die Friedensschafte in der Emsgalerie zu bewundern. Danach wandern sie durch die gesamte Innenstadt. Und wer ein blaues Friedensschaf für seinen Garten oder seiner Terrasse kaufen oder ersteigern möchte, hat dann auch die Gelegenheit dazu.

 

 

 

 

Rheinenser am Pulsschlag Europas                                                        Europa-Union bot Bürgern den Besuch im EU-Parlament

Foto: © European Union 2019

MdEP Dr. Markus Pieper (m) stellte sich nach dem Gespräch mit den „EuropaMachern“ aus dem Münsterland den Fotografen. Im Vordergrund neben Markus Pieper v.l. Dr. Ulrike Hindersmann vom DEPB, Dr. Angelika Kordfelder und Bernd Weber von der EUD-Steinfurt.

 

Rheine. Die Europawahl am 26. Mai wird über die Zukunft Europas entscheiden. Davon überzeugte sich in der vergangenen Woche in Straßburg eine politisch interessierte Gruppe aus dem Münsterland auf Einladung der Europa-Union Steinfurt auf einem Seminar des Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerkes. Wer populistisch das „Europa der großen Themen“ verzwergen will, der wird den Weg in eine erfolgreiche europäische Zukunft verbauen. So das Fazit am Ende des Seminars.

 

Das Seminar begann mit dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof in den nahegelegenen Vogesen. Die heutige Gedenkstätte erinnert an die unmenschliche Behandlung der damaligen Lagerinsassen und erinnert an die vom Zweiten Weltkrieg hinterlassenen Trümmer, auf denen die Gründer das heutige Europa aufbauten. 74 Jahre Frieden, die Freizügigkeit innerhalb Europas zu reisen, zu arbeiten und zu wohnen, die Meinungs- und Informationsfreiheit, die Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschen Menschenrechte sind Werte, die der Verbund von derzeit noch 28 europäischen Ländern garantiert.

 

Bei ihrem zweitägigen Besuch Im Europa-Parlament erlebten die „EuropaMacher“ aus dem Münsterland dann das Wechselbad der Gefühle, wenn die Entscheidungen aus dem britischen Unterhaus über den BREXIT das parlamentarische Herz Europas erreichten. Sie konnten beobachten, wie gefragt der EU-Chefunterhändler für den BREXIT, Michael Barnier, von den Abgeordneten des Parlaments war. Diskutiert wurden die Fragen, ob eine kurz- oder längerfristige Verschiebung des Austrittstermins oder ein kurzfristiger Austritt Großbritanniens mit einer längerfristigen Rückbesinnung vor allem der jungen Menschen und einem erneuten Beitritt nach 10 bis 15 Jahren sinnvoller seien

 

In der Parlamentssitzung selbst erlebte man die Diskussion über die derzeit ausgesetzten Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Von der deutlichen Kritik an der Türkei wegen der Verletzung zentraler Europäischer Werte (MdEP David McAllister - CDU) bis hin zur sofortigen  Beendigung der Beitrittsverhandlungen (MdEP Prof. Dr. Jörg Meuthen - AfD) reichte das Spektrum der Erklärungen im EU-Parlament, die man von der Besuchertribüne aus miterleben konnte. Mit deutlicher Mehrheit entschied das Parlament am vergangenen Donnerstag, die Beitrittsgespräche auszusetzen, bis die repressiven Maßnahmen der Türkei aufhören.

 

Wertvolle Hintergrundinformationen dazu und auch zu dem Streit der christdemokratischen Fraktion im EU-Parlament mit der ungarischen Fides-Partei von Viktor Orban lieferte dann MdEP Dr. Markus Pieper, der sich daneben auch den Fragen der Gäste stellte. Er zeigte einerseits die großen Themen Europas auf, die Nationalstaaten allein heute nicht mehr lösen können. Hierbei nannte er die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik im Spannungsfeld der USA, Russlands und Chinas sowie die den Klimawandel, dem nationalstaatlich nichts entgegengesetzt werden könne. Gleichzeitig brach er das „Europa der großen Themen“ auf die lokalen Vorteile Europas herunter, die inzwischen zu vielen Selbstverständlichkeiten geführt hätten. So nehme man inzwischen als selbstverständlich hin, eine Fahrkarte von Münster nach Mailand im Internet kaufen oder mittels IBAN ohne Probleme Geld innerhalb der EU überweisen zu können. Er deutete auch an, auf den Lokwechsel von den Niederlanden nach Deutschland im Bahnhof Bentheim ab 2020 verzichten zu können. Und ebenfalls könne die Firma Schmitz in Altenberge die LKW-Auflieger günstiger produzieren, weil es nur noch eine europäische Vorgabe für die Achslast anstatt der früher zahlreichen nationalstaatlichen Vorgaben gäbe. Europa machte alles dies möglich! Wer, wie die Rechtspopulisten zurück zu nationalstaatlichen Lösungen wolle, der zerstöre nicht nur die Lebensadern der deutschen Industrie, sondern auch viele Fortschritte, die man in der EU gemacht habe.

 

Da die Europa-Union Steinfurt zu der größten Bürgerinitiative in Deutschland für Europa gehört und ehrenamtlich, unabhängig und überparteilich handelt, bot sie den Seminarteilnehmern am zweiten Tag des Parlamentsbesuches ein ebenso informatives Gespräch mit dem erst 33jährigen sozialdemokratischen Abgeordneten Tiemo Wölken an, der den niedersächsischen Wahlkreis für das EU-Parlament im Osnabrücker Umland vertritt. Er setzt seit zweieinhalb Jahren seine Schwerpunkte im Haushalts-, Umwelt- und Rechtsausschuss des Parlamentes. Aktuell steht die von der EU angestoßene Urheberrechtsreform für das digitale Zeitalter ganz oben auf der Agenda. Seine Kompetenz und seine Stellungnahmen dazu bescherten Ihm sprunghaft steigende Zahlen an Follower in den sozialen Netzwerken. Gerade in dieser Form der Auseinandersetzung mit noch überwiegend jungen Menschen sieht er als „ein Politiker der neuen Generation“ eine Chance für die Zukunft.

 

Der abschließende Besuch des Europarates, dem 47 Mitgliedsstaaten angehören und der die führende Organisation für Menschenrechte ist, sowie die Auseinandersetzung mit der Europastadt Straßburg, die geschichtlich abwechselnd deutsch und französisch war, endete das viertätige, sehr aufschlussreiche Seminar.

 

Das Bemühen um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung von Pro-Europäern an der Europawahl setzt die Europa-Union Steinfurt bis zum Wahltag fort. Küchentischgespräche mit kleinen interessierten Gruppen, der Politiktalk am Donnerstag, 28.03.2019, 19.30 Uhr, im Steinfurter Bagno mit Vertretern aller zur Wahl stehenden Parteien und das in Rheine stattfindende Projekt „Aufwachen! #EuropaMachen“ mit zahlreichen Gruppen, Vereinen, Schulen und Organisationen sollen zum „Wählen-gehen“ motivieren.

 

 

Foto: Bernd Weber

MdEP Tiemo Wölken erläuterte den Seminarteilnehmern die aktuellen Auseinandersetzungen um das europäische Urheberrecht.

 

 

 

 

 

Bernhard Hembrock

 

 

 

 

 

Aktuelles / Termine

Politiktalk mit Kandidaten für das EU-Parlament                                

24. Januar 2019 | Diskussionsabend

Hohe Auszeichnung für Hubert Scharf                                           Goldene Ehrennadel der Europa-Union für langjährige Verdienste

Foto: Kerstin Woltring

Hohe Auszeichnung für Hubert Scharf (l.). Der Ehrenvorsitzende der Europa-Union im Kreis Steinfurt erhielt für sein langjähriges und herausragendes Engagement für Europa aus den Händen des NRW-Landesvorsitzenden Peter Wahl die „Ehrennadel der Europa-Union Deutschland in Gold“ nebst Urkunde.

 

 

 

Rheine/Steinfurt. Hubert Scharf ist seit Jahrzehnten ein überzeugter und engagierter Europäer. Peter Wahl, der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen Europa-Union, verlieh ihm dafür jetzt die Goldene Ehrennadel des Verbandes. „Europa erklären und kennenlernen“, war das Leitmotiv von Hubert Scharf, der sich mehr als ein halbes Jahrhundert in der größten, unabhängigen Bürgerinitiative für Europa engagiert. Den Rahmen für die Ehrung seiner Verdienste bildete der traditionelle Kaminabend der Europa-Union (EUD) im Kötterhaus des Steinfurter Kreislehrgartens.

 

Hubert Scharf ist schon seit seiner Jugend ein überzeugter Europäer. In Niederschlesien geboren, erlebte er als Kind Flucht und Vertreibung kennen. Verständlich daher, das für ihn Europa heute „die Friedensinitiative für die Welt“ sein muss. „Völker Europas hört unsere Stimme“, dieser über den Rundfunk verbreitete Hilferuf eines ungarischen Panzerkommandanten während der Zerschlagung des ungarischen Aufstandes durch die Sowjetunion im Jahr 1956 war für ihn ein Schlüsselerlebnis und zugleich die Aufforderung, sich für ein vereintes, friedliches Europa zu engagieren.

 

Zunächst wirkte Hubert Scharf kommunalpolitisch auf der Orts-, Kreis- und Landesebene. Im Mai 1975 zog er für die CDU in den Steinfurter Kreistag ein. Lange Jahre wirkte er dort als Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Landrat. Bereits im November 1995 erhielt er für seine besonderen Leistungen zum friedlichen Aufbau der Bundesrepublik Deutschland und für seine langjährige kommunalpolitische Tätigkeit das Bundesverdienstkreuz.

 

1979 trat er in den EUD- Kreisverband Steinfurt ein. Nie war er nur „einfaches Mitglied“, sondern immer voller Tatkraft und Engagement für die Ziele des Verbandes. Neben der hauptberuflichen Leitung des Kopernikus-Gymnasium Rheine, eine der heutigen Europa-Schulen im Kreis, und seinen politischen Mandaten war er über viele Jahre als Kassenprüfer und Beisitzer im EUD-Kreisvorstand tätig.

 

Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Rolf Cyprian war Hubert Scharf als ein Mensch mit hohem ehrenamtlichem Engagement bereit, einen beträchtlichen Teil seiner Freizeit und seines Ruhestandes für die Anliegen und Interessen der Europäischen Gemeinschaft und der in ihr lebenden Menschen einzusetzen. So wählte ihn die Mitgliederversammlung 2014 zum Vorsitzenden und 2018 zum Ehrenvorsitzenden des EUD-Kreisverbandes.

 

Immer wieder war er als Zeitzeuge in Schulen unterwegs, um jungen Menschen authentisch darüber zu berichten, wie wertvoll das heutige Europa für den Frieden unter den europäischen Völkern ist, welche Vorteile Europa für die Menschen mit sich bringt und dass man dieses nicht einfach als gegeben hinnehmen darf. Diese Zeitzeugengespräche, die Mitwirkung in „EuropaCafés“ in Schulen, die Vortragsveranstaltungen zu aktuellen europäischen Themen und Studienfahrten ins europäische Ausland prägten seine Zeit als Vorsitzender. Zudem schuf er in seiner Amtszeit die Voraussetzungen für die Gründung des Kreisverbandes als eigenständig eingetragener Verein, eine weit in die Zukunft wirkende Entscheidung.

 

Über den EUD-Vorsitz hinaus gestaltete er als Schulleiter und stellvertretender Landrat die europäischen Partnerschaften des Kreises Steinfurt und seiner Heimatstadt Rheine mit. Zudem pflegte er die europäische Netzwerkarbeit mit befreundeten Vereinen und Verbänden.

Im Frühjahr dieses Jahres gab er den Vorsitz des EUD-Kreisverbandes an Dr. Angelika Kordfelder ab. Hubert Scharf warnte in seinen Dankesworten vor einem zerstrittenen Europa, das kein Gewicht in der Weltpolitik mehr haben werde. Sein Wunsch ist es, die Friedensdividende Europas fortzuschreiben, denn „der Friede ist das Beste aller Dinge“.

 

 

 

 

Kommunen in Europa – Europa der Kommunen

Die diesjährige Delegiertenversammlung des Rates der Gemeinden und Regionen Europas am 19./20.11. in München stand ganz im Zeichen der Herausforderungen kommunaler Europaarbeit. Kommunale Europaarbeit zwischen knappen Budgets und Bürokratie und die Zukunft kommunaler Städtepartnerschaften sowie Europa und die Jugend waren nur drei der zahlreichen Aspekte, mit denen sich die Delegierten auseinandersetzten.

 

Die Deutschen Sektion des RGRE bündelt die Interessen von rund 800 europaengagierten Städten, Landkreisen und Gemeinden in Deutschland in Richtung Europa. In den Delegiertenversammlungen und Ausschüssen machen sich jeweils über die Kommunalen Spitzenverbände oder die Mitgliedsstädte entsandte kommunalpolitische Vertreter für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stark. Auch aus dem Kreis Steinfurt waren Delegierte dabei. Dr. Angelika Kordfelder, Mitglied des Hauptausschusses im RGRE war gleich in Doppelfunktion anwesend.  Als EUD Vorsitzende des Kreisverbands Steinfurt konnte sie zahlreiche Kontakte mit anderen EUD Vertretern aus ganz Deutschland vertiefen, aber auch zugleich Werbung machen für die überparteilichen Aktivitäten der EUD gerade mit Blick auf die Europawahl 2019.  Besonderes Interesse für die EUD Arbeit zeigte auf dem Kongress auch Gisela Lang aus Ibbenbüren, RGRE Delegierte und Mitglied des Kreistags in Steinfurt. Sie kündigte an, ebenfalls der EUD beizutreten.

Dr. Angelika Kordfelder und Gisela Lang gratulieren Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe zu seiner Wahl zum neuen RGRE Präsidenten

 

Dr. Angelika Kordfelder wurde erneut in den Hauptausschuss und den Ausschuss für Kommunale Entwicklungszusammenarbeit des RGRE gewählt. Zudem ist sie Rechnungsprüferin des RGRE für die kommenden drei Jahre. Gisela Lang wurde erstmalig in den Ausschuss für Kommunale Zusammenarbeit gewählt.

 

Begeistert waren die Delegierten von der leidenschaftlichen Pro-Euröpaischen Rede des Begründers der „Pulse of Europe -Bewegung“ Dr. Daniel Röder.

Ergebnis des diesjährigen Kongresses war die Verabschiedung der Münchener Erklärung des RGRE „Kommunen in Europa – Europa der Kommunen“. Hierin bringen die Delegierten ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die Europäische Union uns allen in den letzten 70 Jahren Frieden und Wohlstand gebracht hat und dass es für ein starkes und vereintes Europa einzutreten gilt, welches auf gemeinsamen wichtigen Werten beruht, nämlich Demokratie, Menschenrechte, Solidarität, Gleichstellung der Geschlechter und Achtung der Rechtsstaatlichkeit. Mit dieser Erklärung werden die aktuellen und zukünftigen Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die Mitglieder der EU-Kommission und die Bundesregierung insbesondere aufgefordert, die Schlüsselrolle der Städte, Landkreise und Gemeinden bei der Vorbereitung, Gestaltung, Finanzierung und Umsetzung de wichtigsten Politiken der europäischen Union anzuerkennen und deren Rolle deutlich zu stärken (vgl. www.rgre.de)

 

Für die EUD ist die Münchener Erklärung ein weiteres Basispapier für die Informations- und Aufklärungsarbeit über die Chancen und Notwendigkeiten eines vereinten Europas in den Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

 

gez. Dr. Angelika Kordfelder

 

 

 

Landesversammlung in Steinfurt

Seit 2014 vertritt Bernd Weber die Interessen der Europa-Union Steinfurt e.V. im Landesvorstand der Europa-Union NRW. Jetzt wurde er für weitere zwei Jahre in dem deutlich verkleinerten Arbeitsvorstand des Landesverbandes gewählt. Die Europa-Union gilt als größte, parteipolitisch neutrale Bürgerinitiative für Europa in Deutschland.

Damit Europa eine Zukunft hat

Bernd Weber jetzt im Arbeitsvorstand des EUD-Landesverbandes

 

Rheine.  „Nur ein einiges und demokratisches Europa kann Frieden und Wohlstand in einer freien Gesellschaft garantieren“, so fasste Bernd Weber als Berichterstatter in der Landesversammlung der Europa-Union NRW die Motivation der Delegierten zusammen, die am vergangenen Samstag im Kreishaus Steinfurt ihre Initiativen zur Europawahl 2019 festlegten. Bernd Weber wurde von den aus ganz Nordrhein-Westfalen stammenden Delegierten in den deutlich verkleinerten Landesvorstand gewählt. Als Stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Steinfurt vertritt er die Interessen und Ideen der lokalen Europäer in dieser landesweiten Organisation. Ein deutlich verkleinerter Arbeitsvorstand und eine neue Verbindungsebene zwischen diesem und den Kreisverbänden soll die Schlagkraft der größten Bürgerinitiative für Europa in Deutschland erheblich verbessern. Mit zahlreichen Aktionen “vor Ort“ wollen sie die Erfolgsgeschichte Europas nach außen tragen und dazu beitragen, dass die pro-europäischen Kräfte „lauter“ und im Parlament wieder die Mehrheit stellen werden.

 

Der gastgebende Landrat Dr. Klaus Effing forderte die Versammlung dazu auf, dem vereinten Europa wieder zu mehr Akzeptanz und Vertrauen zu helfen. Angesichts rechtspopulistischer Strömungen in verschiedenen Ländern Europas verurteilte er die Alleingänge einzelner Staaten und rief dazu auf, das Gemeinschaftsgefühl in Europa zu stärken. Mut dazu machten auch der“ dienstälteste“ Europaparlamentarier Elmar Brok und die Präsidentin der Europäischen Bewegung, Dr. Linn Selle aus Berlin. Markus Thürmann, Geschäftsführer der Jungen Europäischen Föderalisten NRW, der Jugendorganisation der Europa-Union, rief dazu auf, die „Schlagbäume in den Köpfen der Menschen“ zu beseitigen. Er zeigte sich von der Fähigkeit der Europa-Union überzeugt, ein vereintes Europa zu erreichen.

 

In drei Arbeitsgruppen entwickelten die Delegierten einen Wahlaufruf zur Europawahl, ihre Vorstellungen von der Zukunft Europas und ihre zukünftige Zusammenarbeit mit den Kommunen in NRW. Konkret fordern sie die Menschen dazu auf, ein demokratisches, rechtsstaatliches und vereintes Europa zu wählen, „damit Europa und wir eine Zukunft haben!“

 

Die konkreten Veranstaltungen und Aktionen zur Europawahl, die von Wahlarenen bis zu Diskussionen am Küchentisch reichen, sollen nach Aussagen von Bernd Weber mit den Vorgaben des Bundesverbandes abgestimmt und vom Landesausschuss spätestens im November für die Kreisverbände vorbereitet werden. Der Kreisverband Steinfurt wird allein und im Netzwerk mit lokalen Europäern unter anderem in Rheine eine Veranstaltung mit den hier lebenden Unionsbürgern, insbesondere aus Portugal, durchführen.

 

Die Zukunft Europas sieht Bernd Weber in einem europäischen Bundesstaat. Nationalstaaten stoßen heute schon in vielen Bereichen an die Grenzen ihres politischen Gestaltungsspielraums. Viele Herausforderungen wie die Regulierung von multinationalen Unternehmen und Finanzmärkten, die Nutzung der Chancen der Digitalisierung, der Datenschutz oder die Aufnahme von Flüchtlingen lassen sich nicht mehr sinnvoll auf nationale, sondern nur noch gemeinsam auf europäischer Ebene lösen. Die Europa-Union NRW will sich daher in einen dauerhaften Diskurs über die Zukunft Europas einbringen. In diesem Sinne fordert er gemeinsam mit dem Landesverband den Bundesstaat Europa, um das historische Projekt der europäischen Einigung zu vollenden.

 

 

 

 

 

 

 

Suche nach parlamentarischen Partnern Europaunion im Gespräch mit Mitgliedern des Landtags

Gemeinsame Ziele auf dem Weg zu einem vereinten Europa standen im Mittelpunkt des Gespräches der Mitglieder der Europaunion im Kreisverband Steinfurt mit den Landtagsabgeordneten Andrea Stullich und Alexander Brockmeier (2.u.3.v.l.).

 

 

Steinfurt/Rheine. Bestens vernetzt sind die Mitglieder der Europaunion Deutschland (EUD) über ihre Mitglieder im Europaparlament sowie im Deutschen Bundestag. Gespräche über gleiche Ziele auf der Landesebene führen Vorstandsmitglieder des EUD-Kreisverbandes Steinfurt derzeit mit den lokalen Landtagsabgeordneten. Andrea Stullich (CDU), die zugleich auch Cristina Schulze Föcking vertrat, und Alexander Brockmeier (FDP) nahmen sich Zeit für die Anliegen der EUD und zeigten sich offen für die Bildung einer Parlamentarier Gruppe der EUD im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

 

Ausführlich hatte sich die EUD mit dem Düsseldorfer Koalitionspapier beschäftigt und gleichlautende Ziele in der Europapolitik des Landes ausgemacht. Gemeinsam will man die europäische Einigung den Menschen näher bringen und den europäischen Gedanken im Schulunterricht vertiefen. Neben zahlreichen weiteren Gemeinsamkeiten ist die EUD gerade auf diesen beiden Feldern mit gleicher Zielsetzung unterwegs, wie Vorstandsmitglied Bernd Weber in dem Gespräch verdeutlichte. Die Friedens-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik und die Asylpolitik der EU, die Zukunft Europas und der westlichen Balkanstaaten, der Populismus in Europa, der bevorstehende BREXIT und die Gewalt an Frauen waren Themen, die die EUD mit interessierten Europäern diskutierte. Studienfahrten führten nach Polen, Portugal und in die Niederlande. Im Vorfeld der Europawahlen im Mai des nächsten Jahres plant die EUD den Besuch des Europaparlaments in Straßburg. Vom 11. bis 14. März 2019 will man sich intensiv mit den Aufgaben des Parlaments und deren Bedeutung für die Zukunft Europas beschäftigen. Wer Interesse an dieser Fahrt hat, kann sein Interesse in der Geschäftsstelle der EUD im Steinfurter Kreishaus melden. Im Jahr 2020 wird die EUD dann auf einer Studienreise die Kulturhauptstadt Galway und das EU-Mitglied Irland in den Mittelpunkt des Interesses stellen.

 

Die Zusammenarbeit der EUD mit den Schulen gehört seit Jahren zu ihrem Alltag. Erst in der vergangenen Woche unterstützten Vorsitzende Dr. Angelika Kordfelder und weitere Vorstandsmitglieder den Europatag am Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Mettingen. Mit dem Projekt „Europa-Salz der Erde“, zahlreichen Europa-Cafés und dem Theaterstück „Die Neuerfindung Europas“ bot die EUD den Schulen weitere Möglichkeiten, Europa in den Unterricht einzubinden.

 

Mit ihrer Forderung nach einem bundesstaatlichen Europa und der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa auf föderativer und demokratisch-rechtsstaatlicher Basis sieht sich die EUD im Einklang mit weiten Teilen der nordrhein-westfälischen Parlamentarier. Um für ihre Anliegen und zahlreichen „Alltagsfragen“ konkrete Ansprechpartner im Landesparlament zu haben, strebt sie eine Parlamentarier Gruppe an, die sich insbesondere den Europäischen Belangen widmet. Neben ihrem Interesse daran sicherten Andrea Stullich und Alexander Brockmeier ihre Unterstützung bei der institutionellen und projektbezogenen Landesförderung für die gemeinsamen europäischen Zielsetzungen zu. Zudem wollen sie gemeinsam engagierten jungen Europäern aus der Nachwuchsorganisation der EUD Praktika im Landtag Nordrhein-Westfalen ermöglichen.

 

 

 

Aktionen zur Europawahl starten in Steinfurt MdL Norwich Rüße im Gespräch mit der Europa-Union

Im Gespräch mit MdL Norwich Rüße (4.v.l.) loteten die Vorstandsmitglieder Anne Frie, Bernd Weber, Dr. Angelika Kordfelder, Jürgen Cosse und Annerose Pott (v.l.) gemeinsame Interessen aus.

 

 

Kreis Steinfurt. Die auch im Kreis Steinfurt aktive Europa-Union ist bundesweit die mitgliederstärkste, überparteiliche Bürgerinitiative für Europa. Sie zeichnet sich durch Vorträge und Diskussionen zu aktuellen europapolitischen Fragen, durch die Präsenz auf Veranstaltungen wie dem Katholikentag, die Unterstützung von Europa-Schulen und durch Studienfahrten aus. In Gesprächen mit den örtlichen Landtagsabgeordneten sucht sie derzeit nach gemeinsamen Zielen und einer klassischen „Win-win-Situation“ für beide Seiten. Im Gespräch mit MdL Norwich Rüße stellte sie ihre europapolitische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit heraus, die auch nach dem Willen der Landtagsfraktion Bündnis90/Die GRÜNEN ausgebaut werden soll.

 

Derzeit bereitet sich der Kreisverband Steinfurt unter Vorsitz von Dr. Angelika Kordfelder auf die am 15. September 2018 im Steinfurter Kreishaus stattfindende Landesversammlung der nordrhein-westfälischen Europa-Union vor. Dabei wird die im kommenden Jahr stattfindende Europawahl im Mittelpunkt stehen. Dr. Linn Selle, die Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschlands, die die Kampagne der Pro-Europäer für die Europawahl entwickelt, wird in einem Impulsvortrag die Landesversammlung prägen. Mitglieder und interessierte Europäer sind zu diesem Teil der Landesversammlung eingeladen.

 

Die Landesversammlung wird somit der Auftakt für Aktivitäten sein, die die Wahlbeteiligung der Wahlberechtigten anregen und die von der Europa-Union verfolgten Ziele fördern soll. Allein durch die Tatsache, dass die nur noch knappe Mehrheit der Pro-Europäer im Straßburger Parlament bröckelt und sich die rechtspopulistischen Kräfte in Europa mit ihren nationalstaatlichen Vorstellungen in Stellung bringen, dürfte Motivation für die Mitglieder der Europa-Union sein, sich für ein „Wählen-Gehen“  und für ihre europapolitischen Ziele einzusetzen.

 

Mit ihrer Forderung nach einem bundesstaatlichen Europa und der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa auf föderativer und demokratisch-rechtsstaatlicher Basis sieht sich die überparteiliche Europaunion im Einklang mit weiten Teilen der nordrhein-westfälischen Parlamentarier. Um für ihre Anliegen und zahlreichen „Alltagsfragen“ konkrete Ansprechpartner im Landesparlament zu haben, strebt sie eine Parlamentarier Gruppe an, die sich insbesondere den europäischen Belangen widmen soll. Norwich Rüße wird das Anliegen der Steinfurter Europa-Union stützen und sich für eine solche Interessengruppe im Landtag einsetzen.

 

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